Die Identitären - Vortrag zur Jugendbewegung der neuen Rechten in Europa

Vortrag mit Natascha Strobel

Veranstalter: Arbeitskreis "Gegen das Vergessen"

Die Identitären, deren Anfänge um das Jahr 2002 auszumachen sind, verstehen sich als Jugendbewegung der ›Neuen Rechten‹ in Europa. Seit der Initialzündung in Frankreich haben sich u.a. in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Großbritannien, Spanien sowie Dänemark, Schweden und Norwegen Ablegergruppen gegründet, die untereinander vernetzt sind und grenzüberschreitende Strukturen aufbauen. Basierend auf Text-, Bild- und Videomaterial, den Gruppen-Standpunkten, Gesellschaftsanalysen und Schlussfolgerungen wird in diesem Vortrag der Aktionismus der Identitären analysiert. Die politische Logik ihrer Thesen wird ebenso eingeordnet, wie die Mittel (rhetorisch, visuell, aktionistisch, medial), derer sie sich bedienen. Warum hinter der hippen, intellektuellen Fassade ein rassistisches, rückwärtsgewandtes Weltbild steckt, soll in diesem Vortrag deutlich werden. Ebenso wird die Frage gestellt, warum sie damit bei jungen Menschen so erfolgreich sein können.

Die Referentin: Natascha Strobl (*1985) hat in Wien Politikwissenschaft und Skandinavistik studiert und mit einer Arbeit zur Neuen Rechten abgeschlossen. Sie betreibt den Blog „Schmetterlingssammlung“ und hat das antifaschistische Bündnis „Offensive gegen Rechts“ gegründet. Zusammen mit Julian Bruns und Kathrin Glösel schrieb sie die Bücher „Die Identitären – Handbuch zur Jugendbewegung der Neuen Rechten in Europa“ und „Rechte Kulturrevolution - wer und was ist die Neue Rechte heute“. Sie hat zahlreiche Vorträge, Workshops und Seminare abgehalten und Artikel publiziert.

Der Arbeitskreis »Gegen das Vergessen« besteht aus Bürgerinnen und Bürgern der Region, die ehrenamtlich Veranstaltungen zur historischen und politischen Bildung organisieren. Diese sollen den Menschen helfen, Rassismus und Unterdrückung im Alltag zu erkennen – und entschlossen entgegenzutreten. Gleichzeitig wird die historische Verantwortung des Erinnerns aufgegriffen, denn diese ist, gerade im Bezug auf die gesellschaftliche und politische Entwicklung in unserem Land und Europa, nun wichtiger denn je.

Freitag, 15. Juni 2018Beginn: 19:00 Uhr