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Lesung und Gespräch mit Artur Weigandt: "Für euch würde ich kämpfen. Mein Bruch mit dem Pazifismus"

Lesung und Gespräch mit Artur Weigandt: "Für euch würde ich kämpfen. Mein Bruch mit dem Pazifismus", Bild 1

Artur Weigandt war überzeugter Pazifist, für den Gewalt nur ein Zeichen von Schwäche war. Doch als die Bomben auf die Ukraine fielen, wurde aus dem Idealist ein Realist: Wer überfallen wird, muss sich wehren – notfalls mit der Waffe in der Hand, ist jetzt seine Überzeugung. Auch er selbst wäre dazu bereit. Seine Haltung änderte sich, als der 1994 in Kasachstan geborene und in Deutschland aufgewachsene  Weigandt aufgrund seines russlanddeutsch-ukrainisch-belarussischen Familienhintergrunds auf deutschen Militärstützpunkten arbeitete. Als Dolmetscher half er, bei der Unterweisung ukrainischer Soldaten an deutschen Leopard I-Panzern. Hier lernte er, was es heißt, inmitten von Leopard-Panzern, militärischer Routine und persönlichen Schicksalen nicht nur zu übersetzen, sondern Haltung zu zeigen. Dieses Buch erzählt von Panzerausbildung und Propaganda, von Müdigkeit und Mut – und von der Frage, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen.

Wir leben, so schreibt er mit unverhohlenem Bedauern, in einem "Land, das lieber an Diskurse glaubt als an Verteidigung", in dem Menschen mit "schweren Worten" um sich werfen und in ihren Debatten nur den Verlust von Likes riskierten, nicht aber den eines Beins.

Artur Weigandt schreibt dieses Buch für jene, die Krieg nur aus Nachrichten kennen, in Wohlstand verharren, nie die Erschütterung einer Explosion spürten, aber in sozialen Medien die Einstellung von Waffenlieferungen fordern – angeblich aus Menschlichkeit. Er schreibt für Soldaten, Veteranen und alle, die seit dem 24. Februar 2022 den wahren Preis der Freiheit kennen. Ein radikales Buch über die Zumutungen der Gegenwart, über Verrat, Solidarität – und darüber, warum Wehrhaftigkeit mehr ist als ein militärischer Begriff.

Um Voranmeldung wird gebeten, Restplätze gibt es an der Abendkasse. Schüler*innen, Auszubildende und Studierende sind frei.
Gebühr: 10,00 €, erm. 5,00 €
LINK zur Anmeldung

Kleiner Saal der Stadthalle, Zugang über den Seiteneingang im Schlosspark

Eine Veranstaltung der VHS Detmold-Lemgo AöR, Krumme Str. 20, D-32756 Detmold

Foto © Susanne Schleyer

Mittwoch, 25. Februar 2026Beginn: 19:00 UhrEinlass: 18:30 Uhr